Bevor es an Inhalte geht, steht das Fundament: Domain, Webspace, E-Mail und die Zugänge dazu. Dieser Guide führt dich durch alle technischen Grundentscheidungen — mit Verweisen auf die vertiefenden Fachartikel.
Domain wählen und registrieren
Die Domain ist deine Adresse im Web. Wähle sie kurz, einprägsam und möglichst ohne Bindestriche oder Umlaute.
Vor der Registrierung prüfen:
- Wunschname & TLD:
.defür Deutschland,.cominternational, Branchen-TLDs als Ergänzung. - Verfügbarkeit: Ist die Domain frei? Alternativen bereitlegen.
- Marken- und Namensrecht: keine fremden Marken oder Namen verwenden (siehe „Zusätzliche Pflichten für geschäftliche Websites").
- Vergabebedingungen der Endung: Jede TLD hat eigene Regeln der Registrierungsstelle (z. B. Wohnsitz- oder Nutzungsvorgaben). Eine gebündelte Übersicht findest du unter Domain-Vergabebedingungen.
Bei der Registrierung:
- Inhaberdaten (Handle): vollständig und korrekt — sie sind rechtlich verbindlich.
- Laufzeit & Verlängerung: Auto-Verlängerung aktiv lassen, damit die Domain nicht versehentlich verfällt.
Tipp: Sichere dir die wichtigsten TLD-Varianten (z. B.
.deund.com), um deinen Namen zu schützen.
Wie die Registrierung bei uns abläuft, zeigt „Domain Registrierung".
Webspace-Paket verstehen
Der Webspace ist der Speicherort deiner Website auf unseren Servern. Das Paket legt fest, was möglich ist:
- Speicher & Traffic: reicht für deine Inhalte und die erwartete Besucherzahl.
- PHP-Version: aktuell halten — wichtig für Sicherheit und Geschwindigkeit.
- Datenbanken: nötig für CMS wie WordPress.
- Subdomains: z. B.
blog.deine-domain.de.
Tipp: Im Zweifel kleiner starten — ein Upgrade ist jederzeit möglich.
DNS-Grundlagen: A, CNAME, MX, TXT
DNS verbindet deinen Domainnamen mit den richtigen Servern. Für den Alltag genügen wenige Record-Typen:
- A / AAAA: zeigen die Domain auf die IPv4-/IPv6-Adresse des Servers.
- CNAME: verweist einen Namen auf einen anderen (z. B.
www→ Hauptdomain). - MX: legt den zuständigen Mailserver fest.
- TXT: u. a. für SPF, DKIM, DMARC und Verifizierungen.
Details und die Verwaltung im Kundenportal erklärt „DNS Einträge verwalten".
TLS-Zertifikat, HTTPS und HSTS
Ein TLS-Zertifikat verschlüsselt die Verbindung. HTTPS ist heute Pflicht — für Vertrauen und für Suchmaschinen.
- Zertifikat: Let's Encrypt ist kostenlos und wird automatisch erneuert — siehe „Kostenloses SSL Zertifikat (Let's Encrypt) aktivieren".
- HTTPS erzwingen: alle
http://-Aufrufe per Weiterleitung aufhttps://schicken. - HSTS: weist Browser an, die Seite künftig nur noch verschlüsselt zu laden.
Achtung: HSTS erst aktivieren, wenn HTTPS zuverlässig läuft — die Einstellung ist für die gewählte Dauer bindend.
E-Mail: Postfächer und Zustellbarkeit
Professionelle Adressen wie name@deine-domain.de schaffen Vertrauen. Entscheidend ist die richtige Zustellbarkeit.
- Postfach: eigener Speicher, Abruf per IMAP oder POP3 — siehe „E-Mail-Postfach einrichten".
- Weiterleitung: leitet Nachrichten an eine bestehende Adresse weiter.
- Zustellbarkeit: Ohne SPF, DKIM und DMARC landen deine Mails schnell im Spam — die Einrichtung erklärt „SPF, DKIM und DMARC einrichten".
Zugänge: FTP/SFTP, SSH und Datenbank-Benutzer
Für Wartung und Datei-Upload brauchst du Zugänge. Vergib sie sparsam und sicher:
- FTP/SFTP: Dateiübertragung — bevorzugt SFTP, weil verschlüsselt (siehe „FTP-Zugang einrichten").
- SSH: Kommandozeilen-Zugriff für Fortgeschrittene.
- Datenbank-Benutzer: pro Anwendung ein eigener Account.
- Nur so viele Rechte wie nötig, starke und einzigartige Passwörter, alle Zugänge dokumentieren (siehe „Betrieb & Wartung nach dem Launch").
Backups: Intervall, Aufbewahrung, Rückspiel
Ein Backup rettet dich bei Fehlern, Angriffen oder versehentlichem Löschen — aber nur, wenn es im Ernstfall funktioniert.
- Intervall: je nach Änderungshäufigkeit, täglich ist empfehlenswert.
- Aufbewahrung: mehrere Stände vorhalten, nicht nur den letzten.
- Rückspiel getestet: ein Backup zählt erst, wenn die Wiederherstellung nachweislich geklappt hat.
Umzug ohne Ausfall
Beim Wechsel des Hosters oder der Nameserver soll deine Seite durchgehend erreichbar bleiben. Die Reihenfolge macht den Unterschied:
- TTL senken (einige Tage vorher) auf einen niedrigen Wert.
- Inhalte & Datenbank auf den neuen Server übertragen und testen (z. B. über eine Vorschau).
- DNS-Records auf dem Ziel identisch anlegen.
- Nameserver/Records umstellen — erst, wenn alles läuft.
- Alten Server erst nach einigen Tagen abschalten.
Achtung: E-Mail nicht vergessen — MX-Records und Postfächer müssen mitziehen, sonst gehen Nachrichten verloren. Den Postfach-Umzug übernimmt bei uns das Importtool, siehe „E-Mail-Umzug: Postfächer zu uns mitnehmen".
